Bergsport

Das Klettern in Klettergärten hat in Berchtesgaden keine solange Tradition wie das alpine Klettern. Außer an den Barmsteinen, an denen bereits seit den 1960er Jahren geklettert wird, sind erst vor 30 Jahren mit dem Beginn der Sportkletterbewegung erste Einseillängenrouten an talnahen Wänden entstanden. Zunächst waren der Barmstein und die Wände über Karlstein im Fokus der einheimischen Kletterer. Mittlerweile wurden auch an zahlreichen anderen Wänden Kletterrouten eingebohrt. Derzeit gibt es über 1.000 Sportkletterrouten im Umkreis von 45 Fahrminuten um Berchtesgaden.

Barmsteine - Marktschellenberg

Der bedeutendste Klettergarten Berchtesgadens an den markanten Felstafeln oberhalb dem Salzachtal aufragenden Barmsteinen ist leider immer wieder von Sperrungen betroffen, da ein Großteil der Klettermöglichkeiten auf Privatgrund liegt. BITTE unbedingt die Richtlinien auf den Informationstafeln im Gebiet beachten und vor allem beim Parken die Hinweise beachten! Ein Sektor mit gemäßigten Klettertouren (Invalideneck am Kl. Barmstein / Westseite) ist bereits gesperrt. Es gibt für "Genusskletterer" aber noch zahlreiche, bis zu 80m lange Klettertouren am Großen Barmstein, vor allem in mittleren Schwierigkeitsgraden (VI-VII) mit allerdings zum Teil „alpiner“ (sprich weiten Hakenabständen) Bohrhakenabsicherung. Außerdem gibt es eine schöne Gratklettertour im II.-III. Schwierigkeitsgrad auf den Kleinen Barmstein. Aufgrund einer Vereinbarung mit den Grundstückseigentümern dürfen von der Westseite des Barmsteins keine Routenskizzen veröffentlicht werden.

Auf der Nordseite des Kl. Barmsteins finden die Freunde extremer Schwierigkeiten ihre Beschäftigung. Hier hat sich ein sehr bedeutendes Klettergebiet in den Schwierigkeiten oberhalb des 8. Grads entwickelt. Die Routen auf der Ostseite des Kl. Und Gr. Barmsteins sind in dem Kletterführer „Rockprojekts III“ aufgeführt.

Man gelangt zu den Barmsteinen, in dem man von Marktschellenberg bzw. Unterau über die Scheffau zum Mehlweg oder Barmsteinweg fährt (begrenzte Parkmöglichkeiten bei Bauernhöfen).

Ausgangsort

Marktschellenberg

Routenanzahl:

225

Zustieg

10-20 Min.

bis 5c 28

Wandhöhe

20 – 80 m

6a - 6c 99

Ausrichtung

O – S – W

7a - 7c 69

Neigung

Senkrecht - überhängend

f8a - 9a 15

Absicherung

Mäßig – gut

Projekte 14

nach ..

0,5 Regentagen

ideale Klettermonate Frühjahr - Herbst

Mitterkaser - Schönau am Königssee

Im Gebiet der Jenners befindet sich hinter der bew. Mitterkaseralm sich ein in den letzten Jahren erschlossener Klettergarten der verteilt auf zwei Sektoren und bis zu 100 m hohen Wänden abwechslungsreiche Routen bietet. Während sich im ersten Sektor Mehrseillängenrouten von III – VII- verteilen, warten im 2. Sektor schwierige Plattentouren von VII – VIII. Für die meisten Routen ist ein 50 m Doppelseil zum Abseilen notwendig.

Der Klettergarten befindet sich im Nationalpark Berchtesgaden, wir bitten hier das "Kletterkonzept für den Nationalpark Berchtesgaden" zu beachten, um evtl. Sperrungen zu vermeiden. Die Routen sind in dem Kletterführer „Berchtesgaden Ost“ vom Panico Alpinverlag beschrieben.

Von Schönau oder Berchtesgaden zum Wanderparkplatz Hinterbrand auffahren. Vom Parkplatz auf bez. Wanderweg zur ersten Piste des Jennerskigebiets und Rand der Piste steil zu Fahrweg aufsteigen. Auf diesem zur Mitterkaseralm. Dahinter einem Bachverlauf folgen zum Wandfuss.

Ausgangsort

Parkplatz Hinterbrand

Zustieg

1 – 1 ½ Std.

Routen

16 mit 39 SL

Wandhöhe

30 – 100 m

Ausrichtung

O – S

Neigung

Geneigt – senkrecht

Absicherung

Sehr gut

nach ..

1- 2 Regentagen

 Blaueishütte - Ramsau

Die Klettergärten um die Blaueishütte weisen eine Besonderheit auf, den Zustieg. Vor dem Klettern sind in 1 ½ - 2 Std. ca. 900 Höhenmeter zu überwinden. Hier bietet sich eine Übernachtung auf der Blaueishütte (rechtzeitige Reservierung) an. Hat man den schweißtreibenden Aufstieg hinter sich, bieten vier Klettergärten mit Einseilängen-Routen, ein riesiges Potential an Boulderfelsen (s.u.) und zahlreiche Mehrseillängenrouten alles was das Klettererherz begehrt. Das Gebiet um die Blaueishütte liegt in der Kernzone des Nationalparks Berchtesgaden, wir bitten hier das "Kletterkonzept für den Nationalpark Berchtesgaden" zu beachten, um evtl. Sperrungen zu vermeiden.

Die Touren in den Klettergärten um die Hütte sind in dem Kletterführer „Rockprojects III“, „Bayerische Alpen Bd. 1“ und auf der Internetseite www.blaueishuette.de beschrieben.

Von Hintersee auf gut ausgebautem Weg in 1 ½ - 2 Std. zur Blaueishütte aufsteigen.

Ausgangsort

Blaueishütte

Zustieg

5 – 30 Min. (+ 120 Min. Hüttenzustieg)

Routen

40

Wandhöhe

10 – 30 m

Ausrichtung

W– S – O

Neigung

geneigt - senkrecht

Absicherung

Sehr gut

nach ..

0,5 Regentagen

Karlstein - Bad Reichenhall

Dieses über die Grenzen des Berchtesgadener Landes bekannte Klettergebiet bietet zahlreiche Routen vor allem für Fortgeschrittene, aber auch bis zum 7. Schwierigkeitsgrad gibt es 70 Touren. Leider ist der Fels in manchen Routen schon etwas abgespeckt. Etwas oberhalb des Klettergartens bietet sich das urige Gasthaus „Kugelbachbauer“ zur Einkehr an. Hier liegt auch ein Tourenbuch aus. Außerdem sind die Routen in den Kletterführern „Bayerische Alpen Bd. 1“ und „Chiemgau Rock“ veröffentlicht.

In Bad Reichenhall bei der großen Kreuzung Richtung Karlstein/Thumsee abbiegen, nach ca. 1km in Karlstein bei einer Ampel erst links, dann rechts in den Kugelbachweg abzweigen. Nach einem kurzen, steilen Anstieg erreichen Sie auf der linken Seite den Parkplatz. Auf einer Forststraße gelangt man zu den Felsen.

Ausgangsort

Bad Reichenhall - Karlstein

Zustieg

15 Min.

Routen

165

Wandhöhe

20 – 80 m

Ausrichtung

O – S – W

Neigung

geneigt – stark überhängend

Absicherung

gut

nach ..

0,5 - 3 Regentagen

Schneizlreuth/Katastrophenfels (Schneizlreuth)

Das kleine Klettergebiet mit Routen in den unteren und mittleren Schwierigkeitsgraden (V-VII) befindet sich versteckt im Wald, oberhalb der Verzweigung der B 305 (Richtung Inzell) und B21 (Richtung Lofer). Die Routen sind kurz, aber abwechslungsreich. Man klettert an Platten, Bäuchen, Überhängen, Rissen und Verschneidungen. Die Routen sind in dem Kletterführern „Bayerische Alpen Bd. 1“,Chiemgau Rock und „Rockprojects III“ veröffentlicht.

200 m nach Schneizlreuth in Richtung Inzell befindet sich an der B 21 rechts ein kleiner Parkplatz. Nach kurzem Zustieg gelangt man zu den Routen.

Ausgangsort

Schneizlreuth

Zustieg

5 Min.

Routen

50

Wandhöhe

20 – 30 m

Ausrichtung

N – S – W

Neigung

geneigt - überhängend

Absicherung

Mäßig – gut

nach ..

3-4 Regentagen

Saalachtal (Weißbach b. Lofer)

Im Saalachtal zwischen Unken und Saalfelden verteilen sich an den steilen Hängen links und rechts der Saalach zahlreiche kletterbare Felswände. Das „Kletterzentrum“ des Saalachtals ist das kleine Dorf Weißbach b. Lofer. Um den Ort verteilen sich 15 Klettergärten mit 350 Routen. Sowohl vom Fels, über die Wandneigung bis zur Schwierigkeit ist für jeden etwas vorhanden.

Die Routen sind in dem Kletterführern „Rockprojects III“ veröffentlicht.

Ausgangsort

Weißbach bei Lofer

Zustieg

5 – 40 Min.

Routen

350

Wandhöhe

20 – 80 m

Ausrichtung

O – S – W - N

Neigung

Senkrecht - überhängend

Absicherung

Gut – sehr gut

nach ..

1 - 4 Regentagen je nach Gebiet

Urlkopf (Lofer)

Oberhalb von Lofer befindet sich am östl. Ausläufer des kilometerlangen Felsriegels, der sich von der Steinplatte bis zur Loferer Alm hinzieht, ein Klettergebiet mit beinahe schon alpinen Zügen. Durch die gute Absicherung und dem hervorragenden Fels sind die Routen am Urlkopf aber auch bei Sportkletterern sehr beliebt. Die südseitig ausgerichteten Wände des Urlkopfs sind 80 – 100 m hoch und nur durch abseilen erreichbar. Die Routen sind in dem Kletterführer „Steinplatte“ vom Panico Alpinverlag dargestellt.

Vom Ortszentrum Lofer der Mautstraße zur Loferer Alm bis zum obersten Parkplatz folgen. Hier zunächst auf einem Fahrweg in südl. Richtung über die Alm zuletzt Steigspuren durch ein Hochtal folgend zum Wandabbruch (Abseilstelle).

Ausgangsort

Lofer

Zustieg

30 Min.

Routen

40 mit 155 Seilllängen

Wandhöhe

50 -150 m

Ausrichtung

S

Neigung

Senkrecht

Absicherung

gut

nach ..

2 Regentag

 

Kletterturm Rif – Universitätssportgelände RIF bei Salzburg

Der öffentlich zugängliche, künstliche Kletterturm auf dem Freigelände des Universitäts- und Landessportzentrum Rif bei Salzburg mit einer Höhe von 25 m eignet sich sowohl für Anfänger als auch  für geübte Kletterer und ist von innen über einen Steig begehbar. Der Turm ist aus Felsblöcken (leider für die Gegend ungewohnter Gneis und Granit) gemauert und bietet innen und außen verschiedenste Schwierigkeitsgrade, er ist auch gut für Gruppentraining geeignet.

Internet: www.ulsz-rif.at - die Routen sind in dem Kletterführern „Rockprojects III“ veröffentlicht.

Ausgangsort

Hartmannweg 4, A-Hallein

Zustieg

2 Min.

Routen

50

Wandhöhe

30 m

Ausrichtung

O – S – W - N

Neigung

Senkrecht

Absicherung

sehr gut

nach ..

1 Regentag

Gaisberg (Stadt Salzburg)

Am Westhang des beliebten Ausflugsziel oberhalb Salzburgs, dem Gaisberg, befindet sich im Wald versteckt oberhalb dem Gaisberg-Rundweg ein Klettergarten mit ungewöhnlicher Felsstruktur, der aber schöne Wand- und Plattenkletterei bietet. Der Klettergarten bietet auch eine Vielzahl leichter bis mittelschwere Kletterrouten. Die Erschließer bitten die in der Wand vorkommende Vegetation zu schonen und im Einklang mit der Natur zu klettern! Das Gebiet ist im Kletterführer „Rockprojects III“ beschrieben.

Zum Gebiet folgt man der Bundesstraße 158 in Richtung Wolfgangsee, nach 4 km zweigt die Gaisbergstraße ab. Auf dieser 6,5 km bis zum Parkplatz am Hotel Zistelalm auffahren. Hier dem Gaisberg-Rundweg in nördlicher Richtung zu den Felsen folgen.

Ausgangsort

Salzburg

Zustieg

20 Min.

Routen

50

Wandhöhe

10 – 35 m

Ausrichtung

S – W

Neigung

Senkrecht

Absicherung

gut

nach ..

2 Regentag

 

Pass Lueg (Golling)

Die Routen in den beiden Klettergärten in der Nähe des Pass Luegs oberhalb der eindrucksvollen Salzachöfen (Naturdenkmal – ist einen Besuch wert) sind abwechslungsreich und befinden sich im Bereich des III. bis VIII. Schwierigkeitsgrades. Das Gebiet ist im Kletterführer „Rockprojects III“ beschrieben.

Von Golling (Autobahnabfahrt) auf der Salzachtal-Bundesstraße (B 159) in Richtung Werfen, bei der Abzweigung zum Gasthaus Pass Lueg (Zugang zur sehenswerten Salzachklamm) Parkplatz. In kurzem Aufstieg erreicht man den Klettergarten. Der zweite Klettergarten ist ca. 2,5 km hinter dem Tunnel ein Stück das Saalachtal hinauf (Zugang über Eisenbahnbrücke).

Ausgangsort

Golling

Zustieg

5 Min.

Routen

70

Wandhöhe

30 – 50 m

Ausrichtung

S – W

Neigung

Senkrecht

Absicherung

mäßig -  gut

nach ..

0,5 - 1 Regentag

 

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