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Hauptversammlung des DAV Berchtesgaden

für das Jahr 2025

23.04.2026

2025 war geprägt von hohen Investionen. Zudem wird eine neue Fördermitgliedschaft eingeführt.

Fast Pünktlich um 19.03 Uhr eröffnete die 1. Vorsitzende Gabi Schieder-Moderegger die Versammlung im 150. Jahr des Bestehens der Sektion und begrüßte die anwesenden Mitglieder, Ehrenmitglieder sowie geladenen Ehrengäste. Darunter unter anderem einige der neuen Bürgermeister der Talkesselgemeinden, Vertreter der Nachbarsektionen sowie Vertreter des Nationalparks und der Staatsforsten.

Nach dem Totengedenken an die verstorbenen Mitglieder der Sektion begann Gabi mit ihrem Tätigkeitsbericht. 2025 war ein ereignisreiches Jahr mit besonders vielen Bauarbeiten auf den Hütten. Zudem war 2025 ein Jubiläumsjahr zum 150-jährigen Bestehen der Sektion. Dabei ging ein großer Dank an den Vorsitzenden der Alpinen Raumordnung, Beppo Maltan, der die Bauarbeiten auf den Hütten koordiniert und diese auf dem aktuellsten Stand der Technik hält.

Ins Kärlingerhaus werden unter seiner Organisation in drei bis vier Jahren insgesamt 2 Millionen Euro investiert, unter anderem in Brandschutzmaßnahmen. Im vergangenen Jahr begann man, wie auch Hans Gschoßmann erläuterte, mit dem aufwendigen Küchenumbau, der in Kürze noch vollendet wird, und mit der Verlegung der Pächterwohnung.

Beim Stöhrhaus auf dem Untersberg geht es vor allem darum, Wasser zu sparen, weil hier nur das gesammelte Dachwasser zur Verfügung steht. Hier errichtete man deshalb ein Gebäude mit Trockentoilette ohne Wasserspülung. In Kürze werden die Bauarbeiten fortgesetzt. Auf der anderen Seite des Häuschens entstand ein Winterraum. Fertig sind bereits der neue Seminarraum und die neue Eingangstreppe.

Auf der Blaueishütte, die Wegereferent Hans Gschoßmann im letzten Jahr mit betreute, gab es Probleme mit dem Kanal, die aber durch intensivere Wartung des Fettabscheiders gelöst werden sollten. Kein Problem gibt es dagegen mit der Seilbahn, der TÜV gab hier grünes Licht. Geklärt ist nun auch die Zukunft der Wasserversorgung auf dem Blaueis, die in den nächsten fünf bis zehn Jahren durch den schwindenden Gletscher problematisch werden würde. Nach einigem Hin und Her liegt nun der Förderbescheid für eine neue Trinkwasserleitung aus dem Tal vor.

Gabi Schieder-Moderegger erinnerte auch an das Umwelt-Gütesiegel, das im vergangenen Jahr mit sehr hoher Punktzahl auch die Wasseralm bekommen hatte. »Für den DAV ist unsere Wasseralm mittlerweile sogar eine Vorzeigehütte«, betonte die Vorsitzende. Auf der Wasseralm gab es zudem ein neues Schindeldach und eine Erweiterung der bestehenden Photovoltaikanlage.

Im Hauptverband des DAV tuen sich ihrem Bericht zufolge zunehmend bedenkliche Strömungen auf, die Quoten oder politischen Stimmungen geschuldet sind. Diese erschweren der Sektion die praxisnahe Arbeit sehr. Daher soll eine Fördermitgliedschaft eingeführt werden. Dazu später mehr.

Sie zeigte einige Bilder aus der Saison und bedankte Sie sich bei den Hüttenwirten und Referenten für Ihre Arbeit im Namen der Sektion, denn ohne sie könnte die Sektion die Arbeit für die inzwischen 10 Immobilien gar nicht mehr darstellen.

Im Anschluss ging Hans Gschossmann auf seine Arbeit als Wegreferent ein und zeigt den notwendigen Aufwand für die Wegearbeit auf. Immerhin durfte er berichten, dass es im letzten Jahr keine größeren Schäden an den Wegen gegeben hatte. Allerdings ist man aktuell damit beschäftigt, das Wegenetz zu digitalisieren. Das ist eine Auflage des DAV. Begonnen hat man außerdem mit der Sanierung des von erheblicher Erosion beschädigten Krautkaserwegs. Diese Arbeiten werden 2026 fortgesetzt und abgeschlossen.

Reiner Haberl vertrat Harald Gründel, verantwortlich für die Kletterhalle, und stellte die Tätigkeiten und Veränderungen dort vor. 2025 war ein Rekordjahr bei den Eintritten und gleichzeitig ist die Halle wichtig als Treffpunkt der Sektion. Neben einigen Umbauten wie einer Kinderkletterwand sowie einem neuen Pfeiler in der Haupthalle musste ein umfangreicher Wasserschaden in den Umkleiden behoben werden.

Weiter stellte er den Kletterkader sowie das Kinderklettern vor: Fast 200 Kinder sind aktuell angemeldet. Diese breite Basis ermögliche der Sektion aber auch eine hervorragende Elite zu nationalen sowie internationalen Wettkämpfen zu entsenden.

Nun übernahm wieder Gabi und ging auf den Leistungssportbereich der Sektion ein. Dabei erwähnte sie die Watzmanngams genauso wie den Jennerstier und bedankte sich insbesondere bei den ehrenamtlichen Helfern welche solche Veranstaltungen erst möglich machen.

Die Finanzen trug Stefan Schmid, der Kassier vor. Über einige Bereiche blieben die tatsächlichen Ergebnisse hinter den Planungen zurück, da zugesagte Förderungen noch nicht ausgezahlt wurden. Bei den Liegenschaften (Kletterhalle und Hütten) stiegen die Baukosten überproportional, daher fielen auch hier die Ergebnisse etwas schlechter als erwartet aus.

Dennoch konnte die Sektion gute Ergebnisse erwirtschaften, so dass unterm Strich nach Investitionen von 680.000 € und Tilgung von Darlehen in Höhe von 180.000 € eine Mittelzuwachs von 600.000 EUR bleibt.

Die Rechnungsprüfer bescheinigten dem Vorstand transparente, nachvollziehbare und einwandfreie Arbeit. Sie hatten keine Beanstandung und schlugen eine Entlastung der Vorstände vor, welche die anwesenden Mitglieder auch einstimmig beschlossen.

Weiter ging es mit der Etatplanung für 2026, auch wieder vorgestellt vom Kassier. Hier setzte Stefan wie in den vergangen Jahren wieder konservative Zahlen an, mit der Aussicht auf Verbesserung im laufenden Jahr. Geplant wird mit einem Negativem Ergebnis in Höhe von 475.000 €. Besonders erwähnenswert sei dabei die hohe Summe an geplanten Investitionen in Höhe von fast 1,2 Mio EUR im Geschäftsjahr 2026. Investitionsschwerpunkte werden sein das Kärlingerhaus mit 900 000 Euro, die Blaueishütte mit 100 000 Euro, das Stöhrhaus mit 230 000 Euro und die Außenkletterwand im Kletterzentrum mit 130 000 Euro. Auch diese Planung wurde einstimmig angenommen.

Maxi Essler, 3. Vorsitzender, stellte eine geplante Satzungsänderung vor: Die Sektion möchte eine Fördermitgliedschaft einführen. Diese ist angedacht für alle welche nicht den Kurs des gesamten Alpenvereins mittragen möchten, denen aber die Arbeit der Sektion wichtig ist. Hauptziel dabei ist, Austritte zu vermeiden welche nur auf den aktuellen Kurs des Bundesverbandes zurückzuführen sind. Diese wurde mit einer Gegenstimme angenommen.

Abschließend fragte die 1. Vorsitzende die Versammlung nach Wünschen und Anregungen. Nachdem keine geäußert wurden, schloss die 1. Vorsitzende die Versammlung um 20.36 Uhr.