Am Sonntag, 8. Februar, folgte mit dem Individual Rennen das sportliche Highlight des Jennerstier 2026. Auf der sehr anspruchsvollen und professionell auf internationalem Niveau angelegten Strecke mit mehreren Anstiegen, Abfahrten und Tragepassagen entschied sich, wer sich in der Königsklasse des Skibergsteigens durchsetzen kann. Auch in dieser Disziplin traten die besten Jung-Skibergsteiger im ISMF Jugendweltcup an. Im starken Nachwuchsfeld stach der junge Deutsche Moritz Bauregger heraus, der sich in der Klasse U20M im Sprint kraftvoll durchsetzte und ein Ausrufezeichen für die Zukunft klar machte.
Im Höhepunkt des Rennwochenendes, dem offenen Rennen, ging es bei den Damen lange Zeit knapp her. Eine Dreiergruppe mit Ina Forchthammer (AUT), Anna-Maria Michel (GER) und Luisa Paller (GER) kämpfte auf 5 Anstiegen mit 2 Tragepassagen um den Sieg. Die Österreicherin konnte sich schließlich von den beiden Deutschen Athletinnen absetzen und den lange ersehnten Sieg am Jennerstier einfahren, nachdem sie in den letzten Jahren mehrfach auf den Plätzen gelandet war. Platz 2 ging an Anna-Maria Michel, Platz 3 an Luisa Paller.
Ina Forchthammer zu ihrem Sieg: „Mir ist es heute sehr gut gegangen, ich habe in den vielen Spitzkehren meine Technik ausspielen können und habe die Konkurrentinnen auf Distanz gehalten. Auch die Abfahrten waren richtig gut, die Organisatoren haben sie trotz des wenigen Schnees sehr gut
hinbekommen. Ein gelungener Renntag für mich.“
Bei den Herren war das Rennen weit weniger ausgeglichen. Motiviert durch den Sieg im Vertical am Samstag zündete der Berchtesgadener Toni Palzer den Turbo samt Nachbrenner, konnte sich fast spielerisch von seinen Verfolgern absetzen. Souverän konnte er den Heimsieg einheimsen. Mit einem unglaublichen Rückstand von 2:39 Minuten errang an der Spitze des Feldes Marc Dürr (GER) Platz 2, Julian Tritscher (AUT) komplettierte das Podium.
Toni Palzer im Ziel:
„Die zwei Siege freuen mich sehr. Es ist ja 5 Jahre her, seit ich aus dem Skibergsteiger-Wettkämpfen weg bin, und hier liegen meine Wurzeln. Die 5 Jahre im Radsport waren eine spezielle Erfahrung im Teamsport, aber im Skibergsteigen als Einzelsport zählt der persönliche Erfolg. Für den mauen Winter, den wir heuer haben, hatten wir heute beste Verhältnisse, Hut ab vor der Organisation. Das Rennen war schwierig und technisch aber nie gefährlich, so muss es sein.“
Alle Ergebnisse gibt es hier nachzulesen.
Auch 2026 zeigt der Jennerstier als Teil des SKIMO Alpencups eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig der Skibergsteigersport ist – von explosiven Sprintformaten bis hin zum klassischen Individualrennen. Der SKIMO Alpencup 2026 übersiedelt nun zur finalen Station nach Tirol beim Achensee Xtreme in Maurach am Achensee am 7. und 8.3.2026.