© Andreas Renner
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Nachbericht Jennerstier 2026

Skitouren-Klassiker „Jennerstier“ zeigte alle Spielarten des Skibergsteiges auf höchstem Niveau.

08.02.2026

Bereits der Sprint am Donnerstag sowie das Verticalrennen am Samstag boten hochklassigen Skimo-Sport, spannende Entscheidungen und beste Stimmung gab es dann am Sonntag beim berühmten Individualrennen am Jenner. Insgesamt gingen zum SKIMO Alpencup gehörenden Veranstaltung samt ISMF Jugendweltcup-Rennen knapp 500 Athleten aus 22 Nationen über die Ziellinie. 

Nach dem Sprint (siehe eigener Bericht) stand mit dem Verticalrennen am Jenner die nächste Herausforderung auf dem Programm. Vom Start weg ging es im Rennmodus bergauf – ein kompromissloser Kampf gegen die Uhr und die Steigung. Der fordernde und rutschige Kurs verlangte den Teilnehmern alles ab und sorgte für beeindruckende Leistungen quer durch alle Klassen. Neben den ISMF-Jugend-Weltcup wurde das Vertical auch als offenes Rennen ausgetragen. Das besondere in diesem offenen Rennen: der Lokalmatador Toni Palzer – zuletzt als Profi-Radfahrer beim Team Bora-Hansgrohe im Sattel – stand am Start. 

Bei winterlichen Bedingungen und einer bestens präparierten Strecke zeigten die Athleten eindrucksvoll, wie vielseitig und intensiv Skibergsteigen sein kann. Auch dieser Bewerb war geprägt von spannenden Positionskämpfen und starken Einzelleistungen.  
In den Jugend-Weltcupklassen konnte erneut Elena Euringer aufzeigen, die in der Klase U20 Platz 2 belegte. Ebenso auf dem 2. Platz in der Klasse U20M landete der Nationalteamkollege von Euringer, Silas Walter. 
Im Offenen Rennen blieben die Siege in heimischer Hand, zwei Berchtesgadener konnten punkten: bei den Damen siegte Luisa Paller und im Vertical – nicht ganz unerwartet – Toni Palzer. Die weiteren Ränge gingen bei den Herren an Christof Hohenwarter (AUT) und Clemen Spanring (SLO), bei den Damen an Annika Seefeld (GER) und Teresa Feix (AUT). 

Am Sonntag, 8. Februar, folgte mit dem Individual Rennen das sportliche Highlight des Jennerstier 2026. Auf der sehr anspruchsvollen und professionell auf internationalem Niveau angelegten Strecke mit mehreren Anstiegen, Abfahrten und Tragepassagen entschied sich, wer sich in der Königsklasse des Skibergsteigens durchsetzen kann. Auch in dieser Disziplin traten die besten Jung-Skibergsteiger im ISMF Jugendweltcup an. Im starken Nachwuchsfeld stach der junge Deutsche Moritz Bauregger heraus, der sich in der Klasse U20M im Sprint kraftvoll durchsetzte und ein Ausrufezeichen für die Zukunft klar machte.  
Im Höhepunkt des Rennwochenendes, dem offenen Rennen, ging es bei den Damen lange Zeit knapp her. Eine Dreiergruppe mit Ina Forchthammer (AUT), Anna-Maria Michel (GER) und Luisa Paller (GER) kämpfte auf 5 Anstiegen mit 2 Tragepassagen um den Sieg. Die Österreicherin konnte sich schließlich von den beiden Deutschen Athletinnen absetzen und den lange ersehnten Sieg am Jennerstier einfahren, nachdem sie in den letzten Jahren mehrfach auf den Plätzen gelandet war. Platz 2 ging an Anna-Maria Michel, Platz 3 an Luisa Paller. 

Ina Forchthammer zu ihrem Sieg: „Mir ist es heute sehr gut gegangen, ich habe in den vielen Spitzkehren meine Technik ausspielen können und habe die Konkurrentinnen auf Distanz gehalten. Auch die Abfahrten waren richtig gut, die Organisatoren haben sie trotz des wenigen Schnees sehr gut 
hinbekommen. Ein gelungener Renntag für mich.“ 

Bei den Herren war das Rennen weit weniger ausgeglichen. Motiviert durch den Sieg im Vertical am Samstag zündete der Berchtesgadener Toni Palzer den Turbo samt Nachbrenner, konnte sich fast spielerisch von seinen Verfolgern absetzen. Souverän konnte er den Heimsieg einheimsen. Mit einem unglaublichen Rückstand von 2:39 Minuten errang an der Spitze des Feldes Marc Dürr (GER) Platz 2, Julian Tritscher (AUT) komplettierte das Podium. 

Toni Palzer im Ziel: 
„Die zwei Siege freuen mich sehr. Es ist ja 5 Jahre her, seit ich aus dem Skibergsteiger-Wettkämpfen weg bin, und hier liegen meine Wurzeln. Die 5 Jahre im Radsport waren eine spezielle Erfahrung im Teamsport, aber im Skibergsteigen als Einzelsport zählt der persönliche Erfolg. Für den mauen Winter, den wir heuer haben, hatten wir heute beste Verhältnisse, Hut ab vor der Organisation. Das Rennen war schwierig und technisch aber nie gefährlich, so muss es sein.“ 

Alle Ergebnisse gibt es hier nachzulesen.

Auch 2026 zeigt der Jennerstier als Teil des SKIMO Alpencups eindrucksvoll, wie lebendig und vielfältig der Skibergsteigersport ist – von explosiven Sprintformaten bis hin zum klassischen Individualrennen. Der SKIMO Alpencup 2026 übersiedelt nun zur finalen Station nach Tirol beim Achensee Xtreme in Maurach am Achensee am 7. und 8.3.2026.