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Unterwegs am Karnischen Höhenweg

Am Freitag, 2. August trafen sich 10 Erwachsene und 9 Kinder im Alter zwischen 4 und 8 Jahren in Kartitsch bei Lienz. Das Ziel war es, von Freitag bis Sonntag einen Teil des Karnischen Höhenweges zu gehen. In Kartitsch wurde die Gruppe mit einem Shuttlebus via Sillian zur Leckfeldalm auf 1900 m.ü.M. gefahren. Eigentlich war unbeständiges gewittriges Wetter vorausgesagt, umso erfreuter war die Gruppe, als nach der Brotzeit bei eitlem Sonnenschein der Aufstieg zur Sillianer Hütte in Angriff genommen werden konnte. Die Gruppe kam zügig voran und abgesehen von ein paar kurzen „Blase-Kleben-Stopps“ wurde in einem Rutsch durchmarschiert. Nach 1½ Std. war die neu renovierte Sillianerhütte auf 2447 m.ü.M. erreicht und man genoss den herrlichen Blick auf die Südtiroler Dolomiten, allen voran die Drei Zinnen.Während die Erwachsenen gemütlich bei Kaffee und Kuchen zusammensassen, schnitzten die Kinder Stöcke und sammelten Steine, welche sie später mit Steinmalstiften kunstvoll verzierten. Ein grosser Stein wurde für das Hüttenteam bemalt und der Hüttenwirtin mit Glückwünschen zur Wiedereröffnung überreicht.

Draussen tobte mittlerweile ein heftiges Gewitter mit Hagel und die Gruppe war froh, dass dieses erst mit einigen Stunden Verspätung übers Gebiet hereingebrochen war. Am nächsten Morgen startete man bei eisigem Wind den eigentlichen Höhenweg und ein jeder zog an, was der Rucksack hergab. In regelmässigem Auf und Ab ging der Höhenweg dahin. Zahlreiche Steiganlagen, weitverzweigte Schützengräben, Überreste alter Stellungen, zu Bunkern ausgehöhlte Felskavernen und Soldatenfriedhöfe erinnerten an die schrecklichen Zeitendes 1. Weltkrieg wo sich einst tausende österreichisch-ungarische und italienische Soldaten gegenüberstanden. Tapfer trotzten die Kinder den anfangs kühlen Bedingungen, die dann aber zunehmend in Sonne übergingen. Auf dem 2635 m hohen Eisenreich wurden dann fleissig Gipfelfotos gemacht. Während sich die Erwachsenen am gigantischen Ausblick kaum sattsehen konnten, waren die Kinder eher von einem toten Schaf, das recht unansehnlich direkt vor ihnen am Felsen lag, in den Bann gezogen. Dann endlich, nach dem Xten nochmaligen kurzen Weganstieg, der gelegentlich etwas Trittsicherheit erforderte und die sichernde Hand von Mama oder Papa, lag unter ihnen die Obstanserseenhütte (2304 m.ü.M.), ganz idyllisch - wie der Name erahnen lässt – direkt am Ufer des Obstansersees gelegen. Das Ziel immer im Blick half den Kleinen nochmals die letzten Kräfte zu mobilisieren. Nach gut 5 Stunden waren die 8,7 km und 400 hm geschafft und alle erreichten ganz aus eigener Kraft die Hütte – vorallem für die vierjährige Teilnehmerin und die zwei Fünfjährigen (ein Mädel und ein Junge) eine beachtliche Leistung. Konnte vorher leicht der Eindruck entstehen, die Kräfte wären bei den Kleinsten langsam erschöpft, so wurde nach kurzer Rast gleich wieder auf dem Trampolin getobt, nach Kaulquappen gefischt oder auf den Felsen rumgeklettert. Am Sonntag stand dann noch der Abstieg nach Kartitsch an. In Serpentinen, einmal unterbrochen von einem lieblichen Almgelände ging es meist recht steil in 2 ½ Stunden die 5 km und 900 hm hinunter zurück zum Ausgangspunkt nach Kartitsch.

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