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Berliner Spitze (2.042 m) und Schwarzenstein (3.254 m)

 

Um dem starken Verkehr am Wochenende etwas zu entgehen startet das „Hochtourenwochenende“ erst am Sonntag. Mit dem Auto geht's in Zillertal und nach kleineren Navigationsschierigkeiten erreichen wir auch unseren Ausgangspakplatz beim Gasthaus Breitlahner. In knapp 3 Stunden steigen wir zur Berliner Hütte (2042 m) auf. Das Ambiente der wahrscheinlich größten AV Hütte erinnert an die Pionierzeit des Alpinismus. Das Herzstück ist der 5 Meter hohe, holzvertäfelte und mit stattlichen Fenstern ausgestattete Speisesaal. Mit vier großen, hölzernen Kronleuchtern fühlt man sich in das 20. Jahrhundert zurückversetzt und es fällt einem nicht schwer, sich vorzustellen, wie damals die hohe Gesellschaft, aufwendig gekleidet noble Feste gefeiert hat.

Am nächten Tag wollen wir auf die 3. Hornspitze die auch Berliner Spitze genannt wird. Da die Tour nicht so weit ist, wollten wir eigentlich erst um 7 Uhr frühstücken und dannach los gehen. Wir sind allerdings schon um 5 wach und entscheiden dann bereits jetzt zu starten. Diese leichte Hochtour beginnt wie eine Wanderung auf einem markierten Steig. Am Beginn des Gletschers enden jedoch die Markierungen und wir ziehen den Klettergurt an. Das Hornkees ist zwar nicht anspruchsvoll und die Spalten sind um diese Jahreszeit normalerweise alle zu, trotzdem gehen wir am Seil. Kurz unterhalb des Mitterbachjochs verlassen wir den Gletscher wieder und klettern über leichtes Blockgelände (UIAA II) auf die 3254m hohe Berlner Spitze. Auf dem Gipfel gibt es dann eine Watzmannpraline aus dem Hause Spießberger. Über den gleichen Weg erreichen wir pünktlich zum Mittagessen wieder die Berliner Hütte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für den nächsten Tag ist der Wetterbericht nicht mehr so gut. Es soll bereits ab mittag Gewitter geben. Wir entscheiden uns trotzdem unser Ziel, den Schwarzenstein, in Angriff zu nehmen. Wir starten bereits kurz vor Beginn der Dämmerung. Somit sollten wir um die Mittagszeit bereits wieder an der Hütte sein. Auch bei dieser Tour gehen wir zuerst auf einem markieren Wanderweg bis wir den Schwarzensteingletscher erreichen. Beim Anziehen der Gletscherausrüstung bemerken wir wie sich unser Gipfel in Wolken hüllt. Als wir weiter aufsteigen stehen auch wir selbst bald in dichtem Nebel. Auf einem frinbedecktem Gletscher kann dies schnell zu Orientierungsproblemen führen. Kurze Zeit später verziehen sich die Wolken jedoch wieder und so errechen wir ohne Probleme den 3360 m hohen Schwarzenstein.

Überrachenderweise haben wir dann auch eine super Aussicht von Südtirol im Süden bis zum Alpenvorland im Norden. Nach einer kurzen Pause steigen wir wieder zu Berliner Hütte und weiter ins Tal ab. Trotz der schlechten Wettervorhersage erreichen wir sogar noch trocken das Auto.

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