Hochkarätige Skitouren im Trentino

Nocheinmal so richtig alpine Frühjahrs-Skitouren unternehmen - das wollte die Skitourengruppe der DAV Sektion Berchtesagden. Sie wurde fündig im Seitental des Val di Sole im Val di Peio an der Südseite der Ortlergruppe. Im Gegensatz zu der anderen Seite um Bormio und Sulden herrscht hier im Tal keine Hektik und es ist ein Paradies für Skitourengeniesser. Gut, das sich das noch nicht herum gesprochen hat! Unsere erste Tour führte zur Cima Forcellina - eine formschöne Pyramide - ganz hinten im Val la Valletta. Auf X Serpentinen wurde die Malga Comasine erreicht, über weitere Almböden und Aufschwünge gings hinauf zum Gipfel. Abfahrt im besten Schnee zu den Fahrzeugen - so kanns weitgehen. Ein Muß für Skitourenfans ist die Besteigung der monte Venezia 3290m und die 20 Kilometer Abfahrt. Vom Tonalepa´schwebten wir mit der Gondel hinauf zum Passo Presena auf 3000 Meter. Fasziniert blickten wir auf den riesigen Adamellogletscher, bevor wir in der Morgenkühle auf den Talboden hinunter ratterten. Auf den Gipfel warens noch etliche Höhenmeter, aber dann gins los: Über hindernislose Pulverschneehänge folgten steile Rinnen, bevors hinaus nach Ponte di Legno ging. Zufrieden über den schönen Tag saßen wir im Sessellift hinauf zum Tonalepaß. Auf den alles beherrschenden Chef des Tales, den 3778 m hohen Monte Cevedale mussten wir natürlich hinauf. Bis auf 2000 Meter konnte gefahren werden - wunderbar - der weitere Aufstieg war bei wolkenlosem Himmel ein einziges Gehen und Schauen. Mühsam und lange zg sich der Weg, aber das Panorama am Gipfel entschädigte für alles. Direkt auf Augenhöhe die imposanten Eisbastionen vom Dreigestirn - Königsspitze, Ortler und Zebru. Das Beste folgte noch - die Abfahrt im glänzenden Firn - begleitet von ein paar Berchtesgadener Juizer. Auf der Sonnenterrasse der Larcherhütte unterm Cevedale genoß eine andere Gruppe von uns den schönen Tag. Die letzte Tour - mit der Seilbahn auf Peio 3000, dann durch das Val de la mute hinauf zum Übergang auf den Fornogletscher und auf den Monte Vioz 3645 m war nochmal ein Highlight unserer Skitourentage. Dann auch noch die rassige, steile Firnabfahrt hinunter ins Pistengebiet. Alle konnten wir uns glücklich schätzen für die schönen Tage, auch die "Extremen" nahmen einen Gipfel nach dem anderen mit. Im Quartier in Gogolo die Peio waren wir hervorragend untergebracht und bestens betreut durch die alpne Fachkompetenz der netten Wirtsleute.

 

Christl Zembsch

Deutscher Alpenverein Sektion Berchtesgaden

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